Genialität & Größe versus Perfektion

Genialität hat nichts mit einer Superintelligenz zu tun, noch bedeutet es, dass es sich um mathematische oder logischnaturwissentschaftliche Fähigkeiten handelt, um es einem Einstein gleich tun zu können. Genialität bezeichne ich mehr als eine Art von Größe, die es einem erlaubt oder sagen wir, die eine bestimmtes Wahrnehmen für den Ruf in uns weckt, Großes und weit über uns hinaus weisendes zu vollbringen.

Es hat sehr wenig mit Perfektion zu tun, die beständig nach dem Ideal der Verbesserung unserer eigenen Existenz zu streben scheint, diese jedoch aufgrund des inhärenten Widerspruchs niemals erreichen kann und so stets vom Zustand nicht vollkommenen Seins bzw. einer „noch“ nicht vollkommenen Existenz ausgeht.

Wie, so frage ich mich – und sie -, sollte etwas, wie unsere einmalige, individuelle Existenz durch Streben noch verbessert werden können? Dasjenige in uns, das diesen Zustand anzustreben gedenkt, muss sich zunächst einen Zustand unvollkommenen Seins konstruieren, um so überhaupt aus dieser Perspektive heraus jenen Zustand von Perfektion finden zu können. Das allerdings ist ein nicht zu lösendes Problem.

Wenn wir also postulieren, dass Größe stets nach was Höherem und Besseren strebt, dann steht dies in keinerlei Widerspruch zu Genialität. Weil Genialität nicht einfach bleibt und sich ausruht, sondern vielmehr aus einem „generischen“ Seins-Zustand heraus die Dinge, die weit über es hinaus reichen in Gang bringt – was zweifelsohne Größe ausmacht. Wenn weiterhin Genialität lediglich die allumfassendere Sichtweise auf das Leben bedeutet, dann wird sich daraus automatisch die Tat „generieren“.

Um also die Begriffe Genialität und Größe auf einen Nenner zu bringen, kann man sagen, das sie synonym zu verwenden sInd und den Begriff Perfektion im innersten unserer wahren Erkenntnis ausmachen. Denn nur wahre Genialität, wie oben beschrieben und Größe bzw. Perfektion sind überhaupt imstande, große Dinge in Bewegung zu bringen, die über sich selbst hinausweisen und werden sich somit nicht ihrem angedachten falschen Bild von einem nicht mehr zu verändernden Zustand des Seins ausruhen, sondern eben gerade deshalb und nur deshalb durch eine aktives Leben ausdrücken.

Im Gegensatz zu einem untätigen Dasein, das sich durch Angst, Zögern, Unsicherheit und Zweifel ausdrückt und deshalb nicht handelt und Dinge in Bewegung bringt oder verändert, wird sich im Falle von Größe ein Handeln automatisch aus der inneren Erkenntnis der Genialität heraus ergeben.

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